Folgenschwerer Kompromiss

„Die geplante Vernichtung der christlichen Minderheit in der Türkei während des Ersten Weltkriegs hatte die Weltöffentlichkeit entsetzt. Schon seit der frühesten Antike hatte es grausame Massaker und Pogrome an Zivilisten gegeben. Doch der Versuch, ein komplettes Volk physisch auszulöschen, wurde von den Zeitgenossen als etwas gespenstisch Neuartiges empfunden, als »ein Massaker, das die Bedeutung des Wortes Massaker verändert«, wie ein Beobachter meinte. In der Tat fehlte es noch an der richtigen Terminologie, um das neue Phänomen sprachlich ganz erfassen zu können.“ FB-text

70 JAHRE VÖLKERMORDKONVENTION:Ein folgenschwerer Kompromiss

Bei der Definition von »Völkermord« schacherten die Nationen mit einem großen Ziel: Ihre eigenen Untaten sollten unberücksichtigt bleiben. Das schadet dem Abkommen bis heute.

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