Islamischer und türkischer Völkermord. Gedenken wir.

Griechischer Netzfund.

Morgen ist der Gedenktag zum Völkermord der Türken an den Griechen der Schwarzmeerküste die zwischen 1919 und 1923 etwa 600.000 Menschen das Leben und 1,5 Mio die Heimat kostete.

Das was sich heute Türkei nennt, jedenfalls die Küstengebiete und die westliche Hälfte sind seit 3000 Jahren Teil der griechischen Nation, mit den östlichen, christlichen Nachbarn lebte man in Frieden: mit den Armeniern gab es in 3000 Jahren keinen Krieg, mit den Aramäern seit 2000 Jahren nicht. Dann kamen die Seldschuken aus Zentralasien im 11. Jahrhundert, irgendwann nannten sie sich Osmanen/Türken.

Die unrühmlichen Rollen, welche die europäischen Großmächte im 1WK und danach in der Türkenfrage spielten, will ich – aus Gründen des Ekels – hier nur kurz erwähnen: Deutschland und Österreich klüngelten mit dem Sultan, wie auch später mit den Jungtürken, der Völkermord an den Armeniern wurde mindestens neutral bis verständlich bewertet. Nach dem Krieg halfen die Siegermächte F und UK den Türken dabei die Befreiung Konstantinopels und der Westtürkei durch Griechenland zu verhindern.

Die Türken nahmen die Rückeroberung durch Griechenland zum Anlass nunmehr alle Christen auszurotten oder zu versklaven. Das taten sie auch fleißig, aber etwa 2 von 4 Millionen konnte fliehen. Der Aufstieg der Nazis in D war eine Folge des Versailler Vertrages, der das Land ins Elend stürzte. Die Aufnahme von 1,3 Mio geflüchteter Griechen aus Kleinasien führte dazu, dass in Athen – GR hatte damals kaum 6 Mio Einwohner – ähnliche Kräfte an die Macht kamen, wie in Berlin….wenngleich natürlich Orthodoxe und damit weniger verbrecherische. Not führt immer zu Radikalität….das steht Europa nun wieder ins Haus. 😞

Es blieben die Griechen und Armenier Konstantinopels, welches ein Jahrzehnt später in Istanbul umbenannt wurde (verballhornt von gr. Eis tin Polyn).

Es blieben ein paar zehntausend Überlebenskünstler am Schwarzen Meer, die sich irgendwie durchschlugen. In den 40ern wanderten viele dieser Pontier in die Sowjetunion ab, diese kamen in den 90ern nach GR, als sie wieder gehen durften. So sehr setzte man ihnen zu, dass sie freiwillig zu Stalin flohen…

In den 50er und 60er Jahren wurden die verbliebenen Griechen aus Istanbul enteignet und verscheucht. Das wird den Nordeuropäern in etwa 50 Jahren auch passieren. Heute leben in der ehemaligen Hauptstadt Griechenlands am Bosporus weniger als 2000 Griechen mit türkischem Pass.

Am Schwarzen Meer sollen nochnetwa 30.000 Menschen Griechisch sprechen. Vor 200 Jahren waren es über 3 Mio.

Die Vergangenheit ist ein Prolog.