Kirche und Missbrauch. Odenwald und Missbrauch. Väter und Missbrauch. Mütter und Missbrauch. Jugendverbände und Missbrauch.

Ich wurde kritisiert, weil ich viel über den Islam und seine Ideologie berichte und ihn ablehne. Ich sollte lieber „die Religionen“ kritisieren, vor allem den Missbrauch in der Kirche.

In den 68ern, so erinnere ich mich als damaliges Kind, wurde Sexualität in den Vordergrund gerückt. Man sah im Fernsehen eine nackte Kommune, man zeigte Filme, man lachte die Kirche aus wegen der Ablehnung einer Szene aus einem Film mit einer damals bekannten und inzwischen vergessenen Schauspielerin.

Ich war Kind in der beginnenden Pubertät, ging in eine Klosterschule, nur Jungs waren da. Ich hatte für Sexualität damals keinen Sinn. Ich wollte meine Schule meistern, hatte sowieso mit meinem Körper zu kämpfen, mit Pickeln, mit meinem Wachstum, mit der Einsamkeit an Wochenenden ohne Elternbesuch.

Offenbar gab es in dieser Zeit damals Missbräuche in kirchlichen Einrichtungen. Auch in unserer, in der ich war? Ich hab nichts davon mitbekommen, und ich selber war auch nicht betroffen. Mal abgesehen von einem Besuch in einer Bibliothek, wo die 68er meinten, mir nackte Fotos von Kindern zeigen zu müssen und die Frage stellten, ob ich mich auch schon selbst befriedigte. Ich war entsetzt. Es war mir peinlich. Ich wollte davon nichts hören und sehen, sagte das auch, und ich wurde nie wieder damit behelligt. Außer später in der Schule mit den linksorientierten Lehrern, denen ich als Schüler offenbar völlig egal war. Blöde Witze machten die Runde, Haschisch gab es auf dem Schulhof, aber all das war nichts für mich. Ich interessierte mich für ein Mädchen, das aber dann die Schule verließ wie ich, unsere Wege trennten sich, und die Jahre danach vergingen sowieso wie im Fluge.

Kirche war mir eher zu verstaubt als sexualisiert. Darum bin ich später so entsetzt gewesen, weil ich von den Tausenden Missbräuchen erfahren habe, Machtmissbräuchen, Gewalt und Vertuschung, die durch einen Jesuitenpater in Berlin aufgeklärt und in das öffentliche Bewusstsein gebracht wurden.

Und was soll ich außer Trauer, Entsetzen, Enttäuschung, Zorn ausdrücken über die Verbrechen in der Kirche und durch ihre Aktiven? Die Opfer habe ich beruflich angehört, darüber muss ich schweigen. Und ich stelle fest heute, dass im Islam Sex mit 9jährigen als völlig normal angesehen werden, was ich pervers finde. In der christlichen Glaubenswelt, die vom Evangelium, von Christus, von der jüdischen Sammlung von Moses bis Jesaja geprägt ist, wird außereheliche Sexualität kritisiert, und Christus sagte einmal, dass der, der den Kindern etwas Böses antue, besser mit einem Mühlstein im Meer ertränke. Er war voll des Zorns über Missbrauch. Und da muss ich mir das dumme Zeug linker Populisten anhören, die die Kirche gleichsetzen mit Christus. Nein, es ist die Versammlung der Christen. Und es gibt und gab Christen mit verbrecherischem Verhalten. Gerade für Sünder ist diese Kirche gemacht. Die Fehlerfreien dürfen gerne uns bekämpfen und verlachen. Aber den Kirchenamtlern sage ich: Ihr habt Christus zu dienen, dem Evangelium, nicht der Politik, nicht einer Ideologie, nicht dem Islam.

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