Katholische Kirche, Vatikan und die Herrschaft des Islam – Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

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Ich bekomme regelmäßig auch den Newsletter der katholischen Kirche. Immer wieder überrascht mich, wie naiv man mit der Ideologie umgeht, der 270.000.000 allein aus Glaubensfragen im Kontext der Eroberung (Djihad) zum Opfer fielen.

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Newsletter   01/02/2021  



Papst spricht beim ersten Welttag der Geschwisterlichkeit   Papst Franziskus wird den Welttag der Geschwisterlichkeit aller Menschen am 4. Februar mit der Teilnahme an einem virtuellen Treffen begehen. Den Gedenktag hat die UNO-Generalversammlung eingeführt, die Anregung stammte vom „Dokument der Brüderlichkeit“, das Franziskus 2019 in Abu Dhabi gemeinsam mit dem Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb unterzeichnete.   

Unsere Nachrichtensendung vom Tag   Der kompakte Überblick mit den wichtigsten Ereignissen und Themen aus dem Vatikan und der Weltkirche. Zusammengestellt von der Redaktion.  

UND INTERRELIGIÖSER DIALOG  

Kardinal Ayuso: Wir müssen eine Kultur des Friedens schaffen   Zum ersten Welttag der Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen sagt der Präsident des Päpstlichen Dialogrates: Wir müssen an einer Kultur des Friedens und der Inklusion arbeiten. 

Graz startet christlich-islamischen Reli-Unterricht   Geschwisterlichkeit an Schulen: Mit 1. Februar ist ein Projekt der Universität Graz zu christlich-islamischem Religionsunterricht an den Start gegangen.    

PAPST UND VATIKAN

Papst zu Gewalt gegen Frauen: Hilfeschrei nicht ignorieren   Im Februar ruft Papst Franziskus zum Gebet für Frauen auf, die Opfer von Gewalt sind. In einem an diesem Montag veröffentlichten Video mahnt er: Nicht wegschauen.   

Papst erneuert Appell für wahrheitsgetreuen Journalismus   Es sei wichtig, die Wahrheit zu suchen, heißt es in einem Grußwort des Papstes an Mitarbeiter der amerikanischen katholischen Nachrichtenagentur Catholic News Service (CNS).  

Vatikanische Museen öffnen wieder: „Borgia-Gemächer bewundern“   Diesen Montag haben die Vatikanischen Museen nach 88 Tagen Corona-bedingter Schließung wieder für Besucher geöffnet. Museumsdirektorin Barabara Jatta kündigte Überraschungen an.   

LIVE BEI UNS Papstmesse zum Tag des geweihten Lebens   Dieses Jahr feiert der Tag des geweihten Lebens sein 25. Jubiläum. Wie üblich will Papst Franziskus zu diesem Anlass am Nachmittag des 2. Februar im Petersdom eine Messe mit Ordensleuten feiern. Radio Vatikan überträgt live und mit deutschem Kommentar.   

UNSER INTERVIEW Orthodoxes Sozialethos: Angebot zur Debatte über das rechte Leben   Die orthodoxen Kirchen kennen keine amtliche Soziallehre, haben aber ein gleichsam gelebtes Sozialethos herausgebildet. Dieses hat das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel erstmals in einem Dokument auf den Punkt gebracht, das nun auch auf Deutsch vorliegt – und erhellende Einblicke ermöglicht. Ein Interview.   

KIRCHE IM AUFBRUCH

Österreich: Diözese Linz stellt Weichen für Neustrukturierung   Der Strukturprozess in der Diözese Linz – der sogenannte „Zukunftsweg“ – wurde zwar durch die Corona-Pandemie gebremst, geht aber nun weiter.   

D: Der Synodale Weg geht online weiter   Der kirchliche Reformdialog der katholischen Kirche in Deutschland feiert Jahrestag – und wird auch Anfang Februar Corona-bedingt als Videokonferenz fortgesetzt.  WEITERE NACHRICHTEN AUS ALLER WELT  

D: Kölner Weihbischof geht auf Diözesanrat zu    Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff geht auf den Diözesanrat des Erzbistums zu. „Ich kann das sehr gut verstehen“, sagte er zu der Kritik des Rates an der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln.

Myanmar ist im Ausnahmezustand   Myanmars Militär hat die zivile Führung des südostasiatischen Landes um De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet und den Ausnahmezustand verhängt. Papst Franziskus hatte Myanmar 2017 besucht und zum Frieden aufgerufen.   

El Salvador: Parlament stimmt für „Recht auf Nahrung“    Das Parlament in San Salvador hat das „Recht auf Nahrung“ als Menschenrecht in die Verfassung aufgenommen. Für die entsprechende Reform von Artikel 69 der Verfassung stimmten 57 der 84 Abgeordneten im Kongress.

Mexiko: Das Massaker an Migranten aufklären   „Wir sind bestürzt und empört“: Mit diesen Worten wendet sich das kirchliche Netzwerk „Red Clamor“ an die Präsidenten von Mexiko und Guatemala.   

Australien: Religionen kritisieren Gesetzentwurf    Katholische Bischöfe und Islamrat bitten die Regierung des Bundesstaats Victoria dringend um ein Gespräch über ein geplantes Gesetz, das Konversionstherapien für Homosexuelle unter Strafe stellen soll.

Fokolarbewegung wählt Palästinenserin zu neuer Präsidentin   Die neue Präsidentin der weltweiten katholischen Fokolarbewegung ist die 58-jährige Margaret Karram.    

Kongo: Bischöfe fordern Einhaltung der Menschenrechte    Bischöfe aus Zentralafrika sind bestürzt über die Zustände im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Region ist seit dreißig Jahren von blutigen Konflikten gekennzeichnet; Rebellengruppen kämpfen untereinander um die Kontrolle von Ressourcen, Hunderttausende sind auf der Flucht.

Entführungen in Nigeria: Erzbischof appelliert an Regierung   Der Erzbischof von Abuja fordert die Machthabenden des Landes auf, endlich gegen die Entführungswelle in Nigeria einzuschreiten.   

DER BLASIUSSEGEN KOMMT…
Blasiussegen in Corona-Zeiten   Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, spendet am Mittwoch live den Blasiussegen. Der Heilige Blasius ist einer der 14 Nothelfer, Gläubige rufen ihn seit langer Zeit speziell bei Halskrankheiten um Hilfe.      Gehe zur Webseite  www.vaticannews.va SOCIAL            

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Papst spricht beim ersten Welttag der Geschwisterlichkeit

Papst Franziskus wird den Welttag der Geschwisterlichkeit aller Menschen am 4. Februar mit der Teilnahme an einem virtuellen Treffen begehen. Den Gedenktag hat die UNO-Generalversammlung eingeführt, die Anregung stammte vom „Dokument der Brüderlichkeit“, das Franziskus 2019 in Abu Dhabi gemeinsam mit dem Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb unterzeichnete.LESEN SIE AUCH25/11/2020

Vatikan-Diplomat in Saudi-Arabien: Geschwisterlichkeit besser als Toleranz

21/11/2020Papst-Tweet an Al-Azhar: Religionen haben nichts gemein mit Hass

Sowohl der Papst als auch der Großimam nehmen an der virtuellen Veranstaltung am kommenden Donnerstag teil, die zum ersten Mal stattfindet. Organisiert hat sie Scheich Mohammed Bin Zayed in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres und andere wichtige Persönlichkeiten werden sprechen.

Während der Veranstaltung wird der Zayed-Preis für menschliche Geschwisterlichkeit verliehen, der vom „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“ inspiriert ist. Das Treffen und die Zeremonie der Preisverleihung werden ab 14.30 Uhr römischer Zeit, bzw. 13.30 Uhr GMT in verschiedenen Sprachen durch Vatican News, das multimediale Informationsportal des Heiligen Stuhls, gestreamt und von Vatican Media gesendet.

„Diese Feier ist eine Antwort darauf, dass Papst Franziskus die gesamte Menschheit klar und deutlich aufgefordert hat, durch die Begegnung mit dem anderen am Aufbau des Friedens in unserer Gegenwart mitzuwirken,“ unterstrich Kardinal Miguel Ángel Ayuso Guixot MCCJ, Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog. „Im Oktober 2020 wurde diese Einladung durch die Enzyklika Fratelli tutti noch drängender. Zusammenkünfte wie diese sind ein Weg zur Schaffung der wahren sozialen Freundschaft, zu der der Heilige Vater uns auffordert“, fügte er hinzu.

Vom Dokument zum Welttag der Geschwisterlichkeit

Das Datum wurde nicht zufällig gewählt. Am 4. Februar 2019 unterzeichneten Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar (Kairo), Ahmad Al-Tayyeb, während einer Apostolischen Reise des Papstes in die Arabischen Emirate das Abu-Dhabi-Dokument. Papst Franziskus und Großimam Ahmad Al-Tayyeb hatten – nach Angaben des Päpstlichen Dialogrates von diesem Montag – mehr als sechs Monate damit zugebracht, den Entwurf für dieses Dokument zu erstellen, bis sie es schließlich während dieses historischen Besuchs der Öffentlichkeit vorstellten. Einige Monate später wurde das internationale Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit gegründet, das die Ziele des Abu-Dhabi-Dokuments umsetzen und zu diesem Zweck nachhaltiges Engagement sowie konkrete Aktionen zur Förderung von Geschwisterlichkeit, Solidarität, Respekt und Verständnis füreinander initiieren und unterstützen soll.

Papst Franziskus empfängt den Großimam Al-Tayyeb

Dieses Komitee plant aktuell in Abu Dhabi das Haus der Abrahamitischen Familie mit einer Synagoge, einer Kirche und einer Moschee. Es hat darüber hinaus ein unabhängiges Gremium eingesetzt, das Nominierungen für den Zayed-Preis für menschliche Geschwisterlichkeit entgegennimmt und den Preisträger auswählt, dessen Handeln Zeugnis für seinen lebenslangen Einsatz im Dienst an der Geschwisterlichkeit aller Menschen ablegen soll. Der Preis für das Jahr 2021 wird am 4. Februar verliehen – am Welttag der Geschwisterlichkeit.

Am 21. Dezember 2020 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 4. Februar einmütig zum Internationalen Tag für die Geschwisterlichkeit aller Menschen erklärt. „In dieser entscheidenden Phase der menschlichen Geschichte stehen wir an einem Scheideweg: Auf der einen Seite sehen wir die universale Geschwisterlichkeit, über die sich die Menschheit freut, und auf der anderen ein schreckliches Elend, das das Leid und die Entbehrungen der Völker noch steigern wird,“ unterstrich Richter Mohamed Mahmoud Abdel Salam, der Generalsekretär des Hohen Komitees für menschliche Geschwisterlichkeit, in seiner Vorstellung der Enzyklika Fratelli tutti am 4. Oktober 2020.

Das Gebetsvideo: eine Einladung auch an den Heiligen Stuhl

Papst Franziskus hat den Heiligen Stuhl ermutigt, sich unter der Führung des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog an der Feier des Internationalen Tages der Geschwisterlichkeit aller Menschen zu beteiligen. In der Januar-Ausgabe des Gebetsvideos des Papstes, „Im Dienst der Geschwisterlichkeit“, unterstreicht Franziskus, wie wichtig es ist, seinen Blick auf den Kern aller Religionen zu richten: das Gebet zu Gott und die Nächstenliebe. „Die Nächstenliebe führt uns dazu, dass wir uns für den Vater aller öffnen und in den anderen einen Bruder oder eine Schwester sehen, mit denen wir das Leben teilen oder uns gegenseitig unterstützen, lieben, kennenlernen,“ betont Papst Franziskus im Video.

Über den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog

Der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog wurde 1964 von Papst Paul VI. errichtet, um im Bereich der Beziehungen und des Dialogs zwischen der Katholischen Kirche und den Gläubigen anderer Religionen zu arbeiten. Gegenwärtig hat Kardinal Miguel Ángel Ayuso Guixot den Vorsitz inne. Im Rahmen seiner vielen Aufgaben arbeitet der Rat mit Bischöfen und Bischofskonferenzen in Fragen des interreligiösen Dialogs zusammen, er organisiert Versammlungen, Treffen und Konferenzen mit Führern anderer Religionsgemeinschaften, und er veröffentlicht verschiedenste Materialien, die den Dialog zwischen Gläubigen verschiedener Religionen fördern sollen.

Über das Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit

Das Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit besteht aus einer Reihe von internationalen Führungspersönlichkeiten aus Religion, Wissenschaft und Kultur, die sich inspiriert vom Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt aus dem Jahr 2019 dafür einsetzen, seine Botschaft vom Verständnis füreinander und vom Frieden weiter bekannt zu machen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Handlungsimpulsen des Dokuments über die Geschwisterlichkeit aller Menschen zu folgen und die Werte des gegenseitigen Respekts und der friedlichen Koexistenz weiter zu verbreiten. Generalsekretär dieses Komitees ist der Richter Mohamed Mahmoud Abdel Salam.

(Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog – gs)

DEIN BEITRAG ZU EINER GROSSEN MISSION: UNTERSTÜTZE UNS DABEI, DAS WORT DES PAPSTES IN JEDES HAUS ZU TRAGEThemen

01 Februar 2021, 10:14