FB-Netzfund bei Dirk Hardt: „Ich stelle mir immer mehr fragen“

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Dirk Hardt in Facebook

8. Februar um 11:20  · Ich stelle mir in den letzten Monaten immer mehr Fragen.

Bitte nicht missverstehen. Ich erwarte nicht, dass diese Fragen hier beantwortet werden.

Okay, ich bin Molekularbiologe, habe in meiner Forschungstätigkeit sicherlich mehrere hundert PCR-Reaktionen durchgeführt und war fast zehn Jahre in der klinischen Forschung (darunter auch an einer Impfstudie beteiligt).

Dennoch behaupte ich nicht von mir ein Experte zu sein.

Ich sammle nur Informationen und stelle mir daraufhin Fragen.

Ich finde, es wird aufgrund der Entwicklung in den letzten Monaten immer wichtiger, Fragen zu stellen.

Du kannst sie ja nur einfach mal lesen und darüber nachdenken. Mehr nicht.

Warum ich das mache? Ja, viele haben mir davon abgeraten. Das bringe doch eh nichts außer Stress, weil es immer Menschen gibt, die ihren Hate und Frust ablassen möchten.

Man wird ja immer gleich in eine Ecke gestellt. Entweder Du gehörst zu den Guten oder zu den Bösen.

Aber es gibt einen einfachen Grund: Weil ich nicht möchte, dass die jüngeren Generationen uns vorwerfen, wir hätten keine Fragen gestellt und entsprechend gehandelt. Und weil ich in den Spiegel schauen möchte, ohne mir irgendwann Vorwürfe machen zu müssen, warum ich nichts gesagt habe.

Ich frage mich, warum wir nur noch polarisieren?
Gibt es denn z.B. nur Impfstoffgegner und Impfstoffbefürworter.
Dürfen – nein – müssen wir die Dinge nicht differenzierter betrachten?

Ich frage mich, warum wir uns so polarisieren lassen?
Ich habe den Eindruck, dass sowohl die Medien als auch die Politik nur eine Denkweise erlauben und alles andere sind Verschwörungstheoretiker.

In diesem Zusammenhang frage ich mich, wie Politiker wie Heiko Maas und andere medienwirksame Persönlichkeiten behaupten können, jeder Mensch, der sich nicht impfen lasse, würde einer erkrankten Person das Beatmungsgerät wegnehmen?
Das ist völlig unverhältnismäßig und diffamierend. Schließlich darf man nicht vergessen- bei jedem schlimmen Krankheitsverlauf, der sehr bedauerlich ist- , dass viele Infektionen relativ glimpflich verlaufen. Zudem haben wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gewisse Dunkelziffer an nicht registrierten Fällen, da diese nur leichte Symptome hatten und daher erst gar nicht zum Arzt gegangen sind.

Ich bin keine Experte. Ich versuche aber als Naturwissenschaftler Dinge ständig zu hinterfragen und habe auch meine eigene Haltung reflektiert.
So war ich z.B. als die Diskussion bzgl. Mund-Nasen-Schutz aufkam, total gegen das Tragen von Masken.
Nachdem mir Studien vorlagen und ich die Argumente besser verstand, habe ich meine Meinung geändert und bin sehr wohl für eine Einhaltung der AHA + L- Regeln.

Genauso hinterfrage ich aber auch das aktuelle Vorgehen der harten Lockdowns.
So gab es für mich im ersten Lockdown gar keine Alternative. Jetzt haben wir aber dazu gelernt. Und das stellt für mich einige Vorgehensweisen in Frage.

Ich stelle mir seit einigen Monaten die Frage, ob wir hier nicht einen riesengroßen Fehler machen und der Schaden, den wir anrichten, nicht viel größer ist.

Ich frage mich diesbezüglich inzwischen, warum man z.B. Studien von renommierten Stanford-Wissenschaftlern nicht berücksichtigt?
Diese zeigen, dass generelle, harte Lockdowns nicht nötig sind und vielmehr gezielte Maßnahmen sinnvoller wären, anstatt alles einfach dicht zu machen. Warum wird das nicht diskutiert bzw. ignoriert?

Ich frage mich, warum man Studien nicht diskutiert bzw. ignoriert werden, die zeigen, dass unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen selbst Konzerte möglich wären?
Das zeigte die RESTART19-Studie der Universität Halle bei einem dafür durchgeführten Tim Bendzko-Konzert unter verschiedenen Bedingungen.

Ich frage mich, warum man nicht schaut, wie es woanders gut funktioniert und daraus lernt.
Nein, ich meine nicht irgendwelche totalitären Länder, sondern Städte wie Rostock und Tübingen. Hier werden z.B. die Risikogruppen besonders geschützt und die Gesundheitsämter aufgestockt. Warum ignoriert man erfolgreiche Ansätze?

Ich frage mich, warum Gesundheitsämter z.T. an Wochenenden und Feiertagen weniger melden, obwohl wir doch in einer Ausnahmesituation sind, in der es um die Gesundheit und die Existenz vieler Menschen geht.
Dann basiert man auch noch Entscheidungen auf den gemeldeten Zahlen, obwohl man zuvor wochenlang gesagt hat, diese seien aufgrund der Feiertage nicht zuverlässig.

Ich frage mich, warum man keinen Plan B entwickelt?
Wenn ich als Projektmanager in der klinischen Forschung beim Auftreten von Problemen einfach so weitergemacht hätte wie bisher, da ich davon überzeugt bin, so zum Ziel zu kommen, hätte man mich stark hinterfragt und nach einer gewissen Zeit vom Projekt abgezogen.
Hat man Angst Fehler einzugestehen, um die Macht nicht zu verlieren oder weil man den Blick auf die anstehenden Wahlen hat?

Ich frage mich, warum man bei den finanziellen Unterstützungen nicht mit offenen Karten spielt und einfach sagt, dass es diese nicht in der Form gibt?
Entweder erhält man sie gar nicht und, wenn doch, muss man wieder Teile zurück bezahlen, weil die Regierung einfach die Spielregeln ändert. Das wird aber nicht öffentlich diskutiert.

Ich frage mich, warum eine regelrechte Rhetorik der schwarzen Pädagogik verwendet wird.
Sätze, dass man es ja selbst verschuldet, wenn der Lockdown kommt, weil man sich nicht konform verhalten hat, lehnen an diese an. Sie vermitteln das Gefühl, dass eine Bestrafung verdient und erforderlich sei.
Zudem führt die dadurch ausgelöste Angst zu erhöhtem Stresslevel, was die Entscheidungsfähigkeit einschränkt und das Immunsystem schwächt.

Ich frage, mich ob wir in einer Welt leben wollen, in der es den Einzelhändler um die Ecke nicht mehr gibt, das Kino nur noch zu Hause stattfindet, Konzerte gestreamt werden und es nur noch McDrive statt Restaurantbesuche gibt, etc.

Ich frage mich, warum man schon seit Wochen die Mutante als neues Argument für weitere bzw. längere Einschränkungen verwendet.
Man bekommt das Gefühl, dass man immer wieder schrittweise auf weitere bzw. längere Maßnahmen vorbereitet wird, damit man sie dann leichter hinnimmt.

Ich frage mich, warum es in Israel trotz der hohen Impfrate so hohe Zahlen an Neuinfizierten gibt und warum das in Deutschland nicht diskutiert wird.
Die dortige Regierung macht dafür vor allem eine Mutation verantwortlich (Tagesschau de. vom 07.02.2021).

Ich frage mich, warum man wirtschaftliche Daten darstellt, ohne dabei zu erwähnen, dass das Insolvenzgesetz ausgesetzt und Menschen in Kurzarbeit sind. Wie wird die wirtschaftliche Situation sein, wenn diese Maßnahmen wegfallen? Warum wird das nicht öffentlich diskutiert?

Ich frage mich, warum man einfach ignoriert, dass ein großer Schaden durch Zunahme an Depressionen, verhaltensauffällige Kinder, häusliche Gewalt und weitere psychische Belastungen entsteht? Laufen wir nicht Gefahr, dass der gesundheitliche Schaden für die Gesellschaft sogar noch viel größer sein wird, als der, den wir anscheinend verhindern wollen.

Ich frage mich, ob es hier wirklich um die Gesundheit geht. Die Maßnahmen vergrößern die Risikogruppe für virale Infektionen durch Konsum von Fast Food, vermehrte körperliche Inaktivität und Stress und schwächen das Immunsystem.

Ich frage mich, wie man denn handeln möchte, wenn es weitere Mutanten gibt, was bei einem Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit passieren kann. Das ist einfach evolutionärer Selektionsdruck. Will man das Spiel so weiterbetreiben?

Ich frage mich, wie lange das Ganze so funktionieren soll, wenn man bedenkt, wie aufwendig und schwierig planbar großflächige Immunisierungen sind und, dass das Auftreten neuer Mutanten alles komplizierter machen kann. Bis 2022? 2023? 20..?

Ich frage mich, warum einem der Eindruck eines unkoordinierten Vorgehens vermittelt wird, obwohl Szenarien von Pandemien auf aller höchster Ebene und Involvierung des RKI bereits mehrfach durchgeprobt wurden (z.B. nach der Ebola-Epidemie 2014/15).

Ich frage mich, warum wir als Menschen so arrogant sind zu denken, es lasse sich alles kontrollieren.
Die Natur zeigt uns ganz klar, dass das nicht funktioniert. Ich denke, wir sollten lernen, uns damit zu arrangieren.

Warum findet keine Neubewertung der Situation mit einer Anpassung der Nutzen-Risiko-Bewertung statt?
Man legt sich auf willkürliche Zahlen fest und beißt sich dann fest, komme was wolle.

Ich finde es ist an der Zeit, dass wir beginnen, mehr Fragen zu stellen.