2. Timotheus

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Quellenhinweis

2. Timotheus-Brief … 41 Quelle: Lutherbibel … (LU17)

11Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes nach der Verheißung des Lebens in Christus Jesus, 2an Timotheus, mein geliebtes Kind:

Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserm Herrn!

TREUE ZUM EVANGELIUM

3Ich danke Gott,  dem ich diene von meinen Vorfahren her mit reinem Gewissen, wenn ich ohne Unterlass deiner gedenke in meinem Gebet, Tag und Nacht. 4Und wenn ich an deine Tränen denke, verlangt mich, dich zu sehen, damit ich mit Freude erfüllt werde. 

5Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben in dir, der zuvor schon gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike; ich bin aber gewiss, auch in dir.

6Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. 

7Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

 8Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.

9Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 

10jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 

11für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer.

12Aus diesem Grund leide ich dies alles; aber ich schäme mich dessen nicht; denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. 

13Halte dich an das Vorbild der  heilsamen Worte, die du von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus. 

14Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist,  bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.

15Das weißt du, dass sich von mir abgewandt haben alle, die in der Provinz Asia sind, unter ihnen Phygelus und Hermogenes.

 16Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus; denn er hat mich oft erquickt und hat sich meiner Ketten nicht geschämt, 

17sondern als er in Rom war, suchte er mich eifrig und fand mich. 

18Der Herr gebe ihm, dass er Barmherzigkeit finde bei dem Herrn an jenem Tage. Und welche Dienste er in Ephesus geleistet hat, weißt du am besten.

KAMPF UND LEIDEN

21So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus. 2Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. 3

Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. 

4Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. 

5Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft. 6Es soll der Bauer, der den Acker bebaut, die Früchte als Erster genießen. 

7Bedenke, was ich sage! Der Herr aber wird dir in allen Dingen Einsicht geben.

8Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist von den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium, 

9für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. 

10Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, auf dass auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit. 

11Das ist gewisslich wahr:

Sind wir mit gestorben, so werden wir mit leben;

12dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen;

13sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

WARNUNG VOR UNNÜTZEM STREIT

14Daran erinnere sie und ermahne sie inständig vor Gott, dass sie  nicht um Worte streiten, was zu nichts nütze ist, als die zu verwirren, die zuhören. 

15Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen  als ein angesehener und untadeliger Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht vertritt. 

16Halte dich fern von 
ungeistlichem losem Geschwätz; denn es führt mehr und mehr zu gottlosem Wesen, 17und ihr Wort frisst um sich wie der Krebs. Unter ihnen sind  Hymenäus und Philetus, 18die von der Wahrheit abgeirrt sind und sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, und bringen einige vom Glauben ab. 19Aber der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: 

Der Herr kennt die Seinen; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.

20In einem großen Haus aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, die einen zu ehrenvollem, die andern zu nicht ehrenvollem Gebrauch. 

21Wenn nun jemand sich reinigt von solchen Leuten, der wird ein Gefäß sein zu ehrenvollem Gebrauch, geheiligt, für den Hausherrn brauchbar und zu allem guten Werk bereitet.

22Flieh die Begierden der Jugend! 

Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.

23Aber die törichten und ungezogenen Fragen  weise zurück; denn du weißt, dass sie nur Streit erzeugen. 

24Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streitsüchtig sein, sondern freundlich gegen jedermann, im Lehren geschickt, einer, der Böses ertragen kann

 25und mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweist. Vielleicht hilft ihnen Gott zur Umkehr, die Wahrheit zu erkennen 

26und wieder nüchtern zu werden aus der Verstrickung des Teufels, von dem sie gefangen sind, zu tun seinen Willen.

DER VERFALL DER FRÖMMIGKEIT IN DER ENDZEIT

31Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden.

 2Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, 

3lieblos, unversöhnlich, schändlich, haltlos, zuchtlos, dem Guten feind, 

4Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Ausschweifungen mehr als Gott; 

5sie haben den  Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!

6Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, 

7die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. 

8Wie  Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. 

9Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah.

DAS VORBILD DES LEIDENDEN APOSTELS

10Du aber bist mir gefolgt in der Lehre, im Leben, im Streben, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld, 

11in den Verfolgungen, in den Leiden, die mir widerfahren sind in Antiochia, in Ikonion, in Lystra. Welche Verfolgungen ertrug ich da! Und  aus allen hat mich der Herr erlöst.

12Und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.

 13Mit den bösen Menschen aber und Betrügern wird’s je länger, desto ärger: 

Sie verführen und werden verführt.

DIE BEDEUTUNG DER HEILIGEN SCHRIFT

14Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast 

15und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, 

die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. 

16

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 

17dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

TREUE BIS ZUM ENDE

41So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der  richten wird die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: 

2

Predige das Wort, stehe dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. 

3Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,

 4und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.

5Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst. 

6Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. 

7Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; 

8hinfort liegt für mich bereit die 

Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.

DER APOSTEL UND SEINE MITARBEITER

9Beeile dich, bald zu mir zu kommen. 

10

Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt lieb gewonnen und ist nach Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 

11Lukas ist allein bei mir. 


Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12

Tychikus habe ich nach Ephesus gesandt. 

13Den Mantel, den ich in Troas ließ bei Karpus, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente. 

14

Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses angetan; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken. 

15Vor dem hüte du dich auch; denn er hat sich unsern Worten sehr widersetzt.

16Bei meinem ersten Verhör stand mir niemand bei, sondern 

sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet. 

17

Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen. 

18Der Herr aber wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

19Grüße Priska und Aquila und das Haus des Onesiphorus. 

20

Erastus blieb in Korinth, 

Trophimus aber ließ ich krank in Milet. 

21Beeile dich, vor dem Winter zu kommen. Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und alle Brüder und Schwestern.

22Der Herr sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch!

 1. Timotheus Titus