Musik

Seit Kindheit hörte ich meinen Großvater Violine spielen, er muss auch einmal sehr gut gesungen haben (bis der Krieg kam, er seinen Sohn verlor und die Nazis ihn umbringen wollten wegen seines katholischen Widerstandes). Meine Mutter sang in der Küche und in ihrem kleinen Lebensmittelladen, beim Reinemachen und wenn ihr danach war. Ich sang im Kinderchor des Klosters, in dem ich einige Jahre verbrachte. Ich meldete mich – ohne Rückfrage bei den Eltern – bei einer Klavierlehrerin an, die ohne Vertrag zunächst mir Unterricht erteilte. Im Orchester durfte ich die Triangel spielen und war stolz darauf. Später spielte ich Klavier und Orgel. Nun im hohen Alter durfte ich in Ditzum auf der historischen Orgel einer reformierten Kirche spielen, habe im Altenberger Dom spielen dürfen, improvisierte auf allen Orgeln, die mir begegneten und zugänglich waren. Ich der Bildungsstätte Schloss Gimborn spielte ich auf Wunsch von Seminarteilnehmern das Te Deum voller Inbrunst, ich spielte auf einer Hochzeit, auf einer Goldhochzeit, in der Demenz-WG für meinen Vater und die anderen Menschen. Und heute – schon jahrelang – singe ich im Gospelchor, im Kirchenchor, sang in einigen Chören in Köln, u.a. bei den intact-singers.de. Heute spiele ich auch in einer Big Band (seit neuestem), in Chaosorchester und Teatime-Orchester der Feuerwehr, in der Kirche im Posaunenchor. Ich durfte im Park von Schloss Lütetsburg schon Posaune spielen, sang in Aurich, Norden, zahlreichen anderen Orten. Immer für den Schöpfer und zur Freude der Zuhörer, vor allem zu meiner eigenen Freude. Nachfolgend einige Musikstücke von Profis, die ich gerne höre. Völlig willkürlich gewählt. Denn es gibt kaum eine Musik, die ich nicht mag, sofern sie von Herzen kommt und die Liebe zum Ziel hat.

Ostfriesland ist nun seit ein paar Jahren unsere neue Wahlheimat. Und da gibts auch bekannte und weniger bekannte Musikgruppen und Künstler. Eine bescheiden auftretende und sehr mich berührende Gruppe ist „Dreeblad“. Musik: Gitta Franken, Text: Gitta u. Udo Franken, Präsentiert von der Folkgruppe Dreebladd mit Gitta u. Udo Franken und Ute de Haan-

Ich empfehle die Workshops in der Kreisvolkshochschule und an anderen Orten im Raum zwischen Großheide und Hage, zwischen Moordorf und Leer. Ich verdiene nichts an der Werbung. Ich mag einfach Geist und Ton der Musik.

Man kann die CD anfordern. Ein Eindruck kommt auch von den nachfolgenden Youtube-Videos:

Dreeblad hat „dusend Fragen“:

Vergessene jiddische Lieder. Hier ein Tango.
„“I lost my home country“ – written by Friedrich Schwarz, who had to leave Nazi Germany 1933 because of beeing jewish. This song is his last composition. Schwarz chose the descripton „Jewish Tango“ as subtitle. He was killed in Paris 1933.
HADI is a singer from Berlin, who found this wonderful piece of music and performed it together with Javier Tucat Moreno (piano) in the Berliner Philharmonie.“
„Im Video sind Fotos vom letzten Engagement in Deutschland (vor 1945) zu sehen. Im Mai 1936 trat sie in der Berliner Scala auf. Von den Nationalsozialisten ließ sie sich nicht vereinnahmen. Ein Angebot in Deutschland zu bleiben, lehnte sie ab. Als 1938 der Nationalsozialismus nach Österreich kam, ging sie in die USA. Ab 1946 war sie wieder in Europa aktiv.
Greta Keller
Orchester Peter Kreuder
Telefunken A 1913
Matrizennummer: 21044
Aufnahmedatum: Dezember 1935″